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Sonntag, 05. September 2010

Fremdwährung

Eine immer belibtere Form der Finanzierung stellen Fremdwährungsdarlehen dar. Hier wird ein Darlehen in einer Fremdwährung durch das finanzierende Institut ausgegeben. Diese erfolgt in den meisten Fällen im Schweizer Franken (CHF) oder im japanischen JEN. Die Zinsen werden nach dem Liborzinssatz berechnet, welcher sich tagtäglich ändern kann. Der Libor Zinssatz ist der Zins, zu dem sich Banken am Londoner Geldmarkt einander kurzfristig Einlagen überlassen oder Geldmarktkredite aufnehmen können.

Hier ein Link um den aktuellen Zins im CHF zu ersehen.

Der Libor Zins liegt meist unter dem Zinssatz klassischer Hypotheken. Die Kondition wird in aller Regel 1 Monat, 3 Monate, 6 Monate oder maximal 12 Minate festgeschrieben. Eine längerfristige Festschreibung sollte sehr gut überdacht werden, da neben dem Zinsrisiko auch ein Währungsrisiko besteht.

Gerade das Währungsrisiko sollte einem bei einer derartigen Finanzierung bewusst sein. Ist der Euro stark, wird von dieser Währung weniger zur Rückzahlung benötigt als wenn der Euro schwach ist. Sollte der Schweizer Franken oder der Jen stärker werden, müssen mehr Euros zur Tilgung aufgewendet werden. Es bestehen Finanzierungsabsicherungs-methoden, welche in eine derartige Finanzierung auf Wunsch mit eingebunden werden können.

Die finanzierende Bank gibt stets den jeweiligen Libor Zins an Sie weiter, Hierauf erhebt die Bank noch eine Gewinnmarge, welche sich je nach Finanzierung meist ( privat oder gewerlich ) zwischen 1 % und 2 % bewegt. Zudem wird eine Bearbeitungsgebühr erhoben, welche ebenfalls je nach Finanzierungsart zwischen 1 % und z.T. 3 % bewegt. Wir erheben Ihnen gegenüber stets das gleich hohe Honorar, welches wir auch bei dieser Finanzierungsform entweder direkt durch die Bank oder durch Sie erhalten, was dann natürlich die Bearbeitungsgebühr bei der Bank reduziert.

Mittlerweile gibt es auch schon die ein oder andere einheimische Bank, welche wohnwirtschaftliche Objekte in Fremdwährung finanziert. Meist wird hier jedoch eine hohe Darlehenssumme vorausgesetzt. In Österreich werden mittlerweile fast 60 % der Eigenheime über Fremdwährungsmittel finanziert. Die Fremdwährungsdarlehen sind zwar oft eine preiswerte Finanzierungslösung, jedoch sollten die Ersparnisse zur schnelleren Tilgung des Darlehens verwendet werden. Schließlich wollen Sie ja nicht unnötige Zinsen an die Bank zahlen. Wenn Sie dann noch entsprechend Ersatzanlagen in Form von Fonds ohne Ausgabeaufschläge erwerben können, sollte man eine derartige Finanzierungslösung durchaus in betracht ziehen.

Grundsätzlich gilt jedoch, eine Finanzierung mit Fremdwährung kann nicht ohne vorherige Beratung erfolgen.

Vorteile

  • niedrige Zinsbelastung
  • schneller Tilgung durch Umschichtung der Belastung
  • Tilgungsersatz mit Fonds möglich
  • Nach Zinsablauf jederzeitige Tilgung möglich ohne Vorfälligkeitszahlung
  • Flexibel
  • Jederzeitige Festschreibung in Euro möglich
  • Währungswechsel möglich

Nachteile

  • Zinsrisiko
  • Währungsrisiko
  • Je nach Anbiter Eigeninitiative und Zinsbeobachtung erforderlich

Vorraussetzungen der meisten Banken sind...

  • max. 70 % des Beleihungswertes sind in Fremdwährung zu finanzieren
  • gute Bonität
  • positive Schufaauskunft
  • manche Banken aus Österreich finanzieren nur Objekte in Bayern bzw. sogar nur bis München

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News  2008
Eines der derzeit am meisten diskutierten Themen ist der Kreditverkauf seitens der Banken. Viele Anbieter bieten nun gegen Zinsaufschlag einen Verkaufsverzicht an und andere Anbieter geben pauschale Stellungnahmen in schriftlicher Form ab. Aber welche Kredite betrifft es denn eigentlich ? Grundsätzlich können Banken Kredite verkaufen. ( Sofern Sie einem Verkauf nicht schriftlich abgesagt haben ) Es gab durchaus in der Vergangenheit Kredite welche von Banken verkauft wurden. Gleichzeitig waren es zumeist Kredite von Schuldnern, welche negativ aufgefallen sind. Es bestand also meist für notleidende Kredite die Gefahr des Verkaufes. Bei manch einer Bank waren aber auch Kredite betroffen, die nicht negativ aufgefallen sind. Die Auswirkungen können durchaus zu nicht unbeträchtlichen Konsequenzen führen. Das nun die Banken gegen einen Zinsaufschlag, was letzendlich für den Kreditnehmer eine höhere monatliche Belastung bedeutete, auf einen Kreditverkauf verzichten, ist nach unserer Ansicht wieder nur als reine Geschäftemacherei zu bewerten. Wer jedoch auf nummer Sicher gehen möchte, hat bei vielen Banken die Möglichkeit, den Verkaufsverzicht schriftlich bestätigt zu erhalten. Sie müssen sich aber auch bewusst sein, dass viele Anbieter diese Möglichkeit nicht anbieten und sich hierdurch die Auswahl der günstigen Zinskonditionen erheblich reduzieren kann. Wir bieten Ihnen grundsätzlich für deutsche Anbieter beide Lösungen an. Bei Fremdwährungskrediten spielt dieses Thema in aller Regel eine untergeordnete Rolle, da hier die Zinskonditionen meist von kurzer Bindung sind.