Häufige Fehler
Vorsicht vor Banken
Mittlerweile häufen sich die Klagen von Bankkunden bzgl. einer Beratung im Finanzdienstleistungssektor. Dies ist nach unserer Ansicht nicht verwunderlich, da auch Banken ertragsorientiert handeln müssen und die Anzahl der Beschäftigten sowie auch die vielen Filialen unterhalten werden wollen. Deshalb werden auch die Berater angehalten, möglichst ertragsorientiert zu handeln. Häufig kommt es vor, dass Ihnen ein Bankberater mehrere Finanzierungsbausteine in einem Packet anbietet. Alle haben einen Anteil meist unter 50.000,-- € und unterschiedliche Laufzeiten. Der Hintergrund ist meist nicht ein günstiges Angebot, sondern der Wunsch der Bank, dass Sie nach jedem Auslauf der Festschreibung erneut bei dieser Bank verlängern. Dies liegt darin begründet, dass Hypothekenkredite von den meisten banken erst ab 50.000,-- € ausgegeben werden. Sie wären mit dieser Lösung also sicherlich für die Gesamtdauer der Finanzierung an die einmal gewählte Bank gebunden. Mit Kundenorientierung oder kostengünstiger Finanzierung, hat dieses Modell in den wenigsten Fällen zu tun.
Selbstverständlich möchten auch wir Geld verdienen und sind ein auf Gewinn ausgerichtetes kaufmännisches Unternehmen. Anders als ein Bankberater, unterliegen wir jedoch keiner Weisung wie die von uns empfohlene Lösung auszusehen hat. Zudem können wir auf dem Markt frei agieren und verhandeln auf Wunsch auch mit Ihrer Hausbank eine passende Finanzierung aus. Schalten Sie einfach als Ihren unabhängigen Berater zwischen sich und Ihre Bank.
Häufige Finanzierungsfehler
Fünf Leitregeln für Hauskäufer, die wichtigste: Möglichst viel Eigenkapital einsetzen. Die günstigen Zinsen sowie vielfach preiswerte Immobilien: Mancher Bundesbürger denkt derzeit darüber nach, sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Die entscheidende Frage dabei lautet: Wie viel Haus kann ich mir eigentlich leisten? Die folgenden fünf Leitregeln sollte ein Häuslebauer (oder Käufer) beherzigen, wenn er die Immobilie selbst nutzen will.
Viel Eigenkapital einsetzen
Die besten Konditionen beim Baugeld gibt es für erstrangige Hypothekenkredite, die bis zu 60 Prozent der Gesamtfinanzierungssumme ausmachen. Ideal ist daher ein Eigenkapitalanteil von 40 Prozent.
Anfängliche Tilgung erhöhen
Die günstigen Zinsen lassen die monatlichen Raten leicht erreichbar aussehen. Was kaum einer weiß: Die Tilgungsdauer verlängert sich dadurch erheblich. Denn bei kleiner Rate bleibt auch der Tilgungsanteil gering. Besser: "Statt einem Prozent wie üblich eine anfängliche Tilgung von zwei Prozent wählen", sagt Jörg Sahr, Finanzierungsexperte bei der Stiftung Warentest. "Der Kredit ist deutlich schneller abgezahlt."
Betrachten Sie die Zinsentwicklungen der Vergangenheit
Wer statt zehn Jahren Zinsbindung über 15 Jahre abschließt, muß zwar bis zu einem halben Prozentpunkt mehr Zins zahlen, hat aber viel mehr Planungssicherheit. Bis zur Anschlußfinanzierung mit dann vermutlich höherem Zinsniveau sind mehr Schulden abgebaut. Und sollten die Zinsen noch tiefer sinken: Bei Krediten mit mehr als zehn Jahren Zinsbindung ist der Ausstieg jederzeit nach Ablauf der ersten zehn Jahre möglich. Auf der anderen Seite zeigen die Zinskurven der Vergangenheit ein Bild auf, welches die 5-jährige Zinsbindung einen Kreditnehmer besser aussehen ließ.
Nebenkosten realistisch planen
Wer eine Immobilie kauft oder baut, sollte eher großzügig Nebenkosten einkalkulieren. So sind für Notar und Grundbucheintragung bereits 1,5 Prozent des Kaufpreises zu veranschlagen, die Grunderwerbssteuer mit 3,5 Prozent kommt noch dazu. "Oft vergessen werden Kosten für Renovierung oder Miete für die alte Wohnung", sagt Experte Sahr. Solche Nebenkosten sollten vom Eigenkapital abgezogen werden.
Wohngeld berücksichtigen
Ein Trugschluß ist es, die bisherige Miete als Grundlage für eine mögliche Kreditrate anzusetzen. Denn die Nebenkosten eines Eigentümers sind mindestens 20 Prozent höher als die Nebenkosten eines Mieters, weil er zusätzlich Reparatur-Rücklagen bilden muß. Die zwei wichtigsten Eckdaten sind demnach das bereinigte Eigenkapital sowie die verkraftbare monatliche Rate, bei der die Eigenheimzulage berücksichtigt werden kann. Wie viel Finanzierungsvolumen sich daraus und den weiteren Faktoren wie Zins und Tilgungssatz ergibt, zeigt ein Rechenbeispiel:
Angenommen, ein Single kann monatlich 500 Euro Belastung verkraften (Wohngeld kommt hinzu) und hat 50 000 Euro Eigenkapital. Der Effektivzins beträgt fünf Prozent, die anfängliche Tilgung zwei Prozent. Die Kauf-Nebenkosten werden mit zehn Prozent kalkuliert. Der reine Kaufpreis könnte bei diesem Beispiel bei 123 000 Euro liegen, bei einer verkraftbaren Monatsrate von 750 Euro wären es 162 000 Euro.
|